Gesundheits­wesen

Als einer der führenden Anbieter im Bereich der Angewandten Hygiene und Mikrobiologie bekommen Sie bei uns alle krankenhaushygienerelevanten Laboruntersuchungen von Trinkwasser, über Umgebungshygiene bis hin zur regelmäßigen Kontrolle der Reinigungs- und Desinfektionsleistung Ihrer Wasch- und Geschirrspülmaschinen und RDGs. Der Clou ist die bundesweite Probenahme durch unser Team.

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Gesundheitswesen
Mikrobiologisch-hygienische Untersuchungen inkl. Probenahme im Gesundheitswesen

In den Einrichtungen des Gesundheitswesens sind verschiedene mikrobiologisch-hygienische Pflichtuntersuchungen zur Sicherstellung der Hygiene vorgesehen. Die Vorgaben sind der Trinkwasserverordnung sowie den einschlägigen KRINKO-Empfehlungen zu entnehmen. Wir bieten Ihnen einen umfassenden Service hierzu an inkl. der Probenahme und der Unterstützung bei Nachuntersuchungen. Wir kontrollieren u.a. Ihre Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen, Reinigungs- und Desinfektionsgeräte, Ihr Trinkwasser und führen auch Umgebungsuntersuchungen z.B. Abklatsch- oder Tupferproben sowie Luftkeimzahlbestimmungen.


Mikrobiologisch-hygienische Prüfpflichten im Gesundheitswesen

Prüfung

Prüfart

Grenzwerte

Prüfrhythmus

Einrichtung

Trinkwasser kalt

Je eine Trinkwasserprobe von der Einspeisungsstelle,  jedem Kaltwassersteigstranges und ggf. einer Armatur (in Risikobereichen), Untersuchung auf Gesamtkeimzahl bei 22 und 36 °C, E. coli, coliforme Bakterien und Ps. aeruginosa

Gesamtkeimzahl <100 KBE/ml bei 22°C und 36 °C
und in 100 ml keine E. coli, keine coliformen Bakterien und keine Ps. aeruginosa

1x jährlich
in Risikobereichen 2x jährlich

KH, PH, Reha, Dia, AP, ZP, Endo

Trinkwasser warm

Je eine Trinkwasserprobe von dem Warmwasserspeicherausgang, dem Zirkulationsrücklauf, einer peripheren Stelle jedes Warmwassersteigstranges bzw. –ringleitung und ggf. einer Armatur (in Risikobereichen) auf Legionellen

in Normalbereichen: 
Zielwert <100 Legionellen/100 ml
Prüfwert 100 – 1.000 Legionellen /100 ml
Maßnahmenwert 1.000 – 10.000 Legionellen/100 ml
Gefahrenwert >10.000 Legionellen/100 ml
in Risikobereichen: 
Gefahrenwert >1 Legionelle/100 ml

1 x jährlich
in Risikobereichen 2x jährlich

KH, PH, Reha, Dia, AP, ZP, Endo

Schwimmbadwasser

Wasserprobe des Beckenwassers auf Gesamtkeimzahl bei 22 und 36 °C, E. coli, Legionellen und Ps. aeruginosa

Gesamtkeimzahl <100 KBE/ml bei 22°C und 36 °C

und in 100 ml keine E. coli und keine Ps. aeruginosa

Legionellen: 

1-100 Legionellen/100 ml geringe Belastung, Nachuntersuchung nötig

100-1.000 Legionellen/100 ml mittlere Kontamination, Maßnahmen: Filterspülung, Desinfektionsmittelzugabe kontrollieren, Kontrolle des Filtrats, Nachuntersuchung

>1.000 Legionellen/100 ml hohe Kontamination, Maßnahmen: Aerosolproduzierende Einrichtungen schließen

>10.000 Legionellen/100 ml Maßnahmen: sofortige Schließung der Anlage

1 x jährlich, wenn wiederholt ohne Beanstandung, kann Prüfrhythmus auf alle 2 Jahre verlängert werden

PH, Reha

Zahnarztbehandlungseinheit

Trinkwasserprobe aus dem Mundspülhahn nach 20 sekündigem Ablaufen. Prüfung auf Gesamtkeimzahl und Legionellen

Gesamtkeimzahl <100 KBE/ml bei 36 °C und <1 Legionelle/ml

1x jährlich für jede Behandlungseinheit

ZP

Wasser in Dialyseeinrichtungen

Untersuchung von Trinkwasser, Permeat und Dialysierflüssigkeit auf Gesamtkeimzahl, coliforme Bakterien, Pseudomonas aeruginosa und Endotoxingehalt

Trinkwasser: Gesamtkeimzahl <100 KBE/ml und kein Nachweis von coliformen Bakterien und Ps. aeruginosa

Permeat und Dialysierflüssigkeit: Gesamtkeimzahl <100 KBE/ml, kein Nachweis von coliformen Bakterien und Ps. aeruginosa und Endotoxin <0,25 IU/ml

Bei online-Hämofiltration oder online Hämodiafiltration: Gesamtkeimzahl <0,1 KBE/ml, kein Nachweis von coliformen Bakterien und Ps. aeruginosa und Endotoxin <0,03 IU/ml

2x jährlich und bei Neuinbetriebnahme, technischen Eingriffen an flüssigkeitsführenden Komponenten des Versorgungssystems , nach Störungen und bei verdächtiger Patientenreaktion

Dia 

Waschmaschinen

Textile Bioindikatoren, die mit Enterococcus faecium und Blut kontaminiert sind

Krankenhauswäsche: optische Reinheit und Reduktion von E. faecium um mindestens 5 log10-Stufen im Vergleich zur unbehandelten Transportkontrolle

Infektionswäsche: optische Reinheit und Reduktion von E. faecium um mindestens 7 log10-Stufen im Vergleich zur unbehandelten Transportkontrolle

bei Inbetriebnahme und 2x jährlich für jedes Waschprogramm, wenn wiederholt ohne Beanstandung, kann Prüfrhythmus auf 1x jährlich verlängert werden

KH, PH, Reha

Thermische Steckbeckenspül-geräte

Temperaturlogger oder Bioindikatoren mit Enterococcus faecium kontaminiert

A0-Wert >600
Reduktion von E. faecium um mindestens 5 log10-Stufen im Vergleich zur unbehandelten Transportkontrolle

Bei ausschließlicher Desinfektion von Pflegegeschirr 1x jährlich für Programm, ansonsten 2x jährlich 

KH, PH, Reha

Chemothermische Steckbecken-spülgeräte

Bioindikatoren mit Enterococcus faecium kontaminiert

Reduktion von E. faecium um mindestens 5 log10-Stufen im Vergleich zur unbehandelten Transportkontrolle

Bei ausschließlicher Desinfektion von Pflegegeschirr 1x jährlich für jedes Programm, ansonsten 2x jährlich

KH, PH, Reha

Chemische Steckbecken-spülgeräte

Abklatschuntersuchung

kein Wachstum von  pathogenen oder potenziell pathogenen Keimen oder Sprosspilzen

Bei ausschließlicher Desinfektion von Pflegegeschirr 1x jährlich für jedes Programm, ansonsten 2x jährlich

KH, PH, Reha

Haushaltsgeschirr-spülmaschinen

4 Bioindikatoren mit Enterococcus faecium kontaminiert (inkl. Transportkontrolle) und 3 Abklatschuntersuchung von Geschirrteilen  in Anlehnung an DIN 10512 und 10510

Reduktion von E. faecium um mindestens 5 log10-Stufen im Vergleich zur unbehandelten Transportkontrolle und <5 KBE/10 cm2

1x jährlich (in Pflegeheimen)

KH, PH, Reha

Eintankgeschirrspülmaschinen

10 Abklatschuntersuchungen des Spülgutes und Untersuchung des letzten Spülwassers nach DIN 10512

Abklatsch: <5 KBE/10 cm
Spülwasser: Richtwert <200 KBE/ml
Warnwert >500 KBE/ml

2x jährlich

KH, PH, Reha

Mehrtankgeschirrspülmaschinen
außerordentliche Prüfung

10 Abklatschuntersuchungen des Spülgutes und Untersuchung des letzten Spülwassers nach DIN 10512

 

Untersuchung nach DIN 10512 plus Untersuchung von 10 Edelstahlkeimträgern, die mit Enterococcus faecium kontaminiert sind

Abklatsch: <5 KBE/10 cm
Spülwasser: Richtwert <200 KBE/ml
Warnwert >500 KBE/ml

Reduktion von E. faecium um mindestens 5 log10-Stufen im Vergleich zur unbehandelten Transportkontrolle

2x jährlich
nach Aufstellung, bei Aus- und Umbauten, die das Waschverfahren beeinflussen, bei negativen Ergebnisse der periodischen Prüfung oder bei besonderen hygienischen Anforderungen (z. B. Risikobreiche

KH, PH, Reha

Desinfektionsmitteldosieranlagen

Mikrobiologische Untersuchung von 100 ml Desinfektionsmittellösung

Kein Wachstum von Ps. aeruginosa, E. coli und A. baumannii

2x jährlich

KH, PH, Reha, Dia, AP, ZP, Endo

Heißluftsterilisatoren

Untersuchung mit Sporenpäckchen mit Bacillus subtilis nach DIN 58947 (Anzahl der Päckchen abhängig von der Sterilisatorengröße) 

Kein Wachstum von B. subtilis im Vergleich zur unbehandelten Transportkontrolle

mind. 2x jährlich oder nach 400 Chargen sowie nach Inbetriebnahme, nach Reparaturen, nach Standortwechsel oder längerer Betriebspause

KH, Reha, AP, ZP, Endo

Dampfsterilisatoren

Untersuchung mit Sporenpäckchen mit Bacillus stearothermophilus nach DIN 58946 (Anzahl der Päckchen abhängig von der Sterilisatorengröße)

Kein Wachstum von B. stearothermophilus im Vergleich zur unbehandelten Transportkontrolle

mind. 2x jährlich oder nach 400 Chargen sowie nach Inbetriebnahme, nach Reparaturen, nach Standortwechsel oder längerer Betriebspause

KH, Reha, AP, ZP, Endo

Reinigungs- und Desinfektionsgeräte (RDGs)

Restproteinbestimmung von 5 angeschmutzten Prüfkörpern (Crile-Klemmen und / oder Schlauchabschnitte mit heparinisiertem Schafsblut) und 5 real verschmutzten Instrumenten 

Richtwert < 80µg Restprotein
Warnwert 80-150 µg Restprotein
Grenzwert >150 µg Restprotein

1x jährlich bzw. nach abweichenden Ergebnissen bei der Routinekontrolle, bei Neuanschaffung von Medizinprodukten und Beladungsträgern, bei Änderung der Prozesschemikalien und nach Instandhaltungsarbeiten

KH, Reha, AP, ZP, Endo

Endoskope

Abstrichproben vom distalen Ende, der Albaranhebelnische und ggf. schwer zugänglichen Stellen

Gesamtkeimzahl  <1KBE/ml und kein Nachweis von E. coli oder anderen Enterobacteriaceae oder Enterokokken, Ps. aeruginosa oder anderen Pseudomonaden, Staphylococcus aureus oder vergrünenden Streptokokken

jedes Endoskop 1 x jährlich

KH, Endo


Beratung zu den Themen Wasser, Biofouling und Biokorrosion

Wir beraten Sie bei allen Fragestellungen rund um hygienerelevante Herausforderungen von wasserführenden Systemen sowohl im Bereich Trinkwasser, als auch im marinen Bereich oder in industriellen Produktionsanlagen. Außerdem erstellen wir Gefährdungsbeurteilungen nach TrinkwV 2001/2012.

Wir bewerten Ihre Korrosionsschäden in wasserführenden Systemen z.B. an Stahl oder Beton und unterstützen Sie bei der Festlegung von Gegenmaßnahmen und der Sanierung


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